Einheitserfahrungen · 13. Juli 2018
1. Multitasking vs. Flow „Was wir sehen, hängt davon ab, wie wir unsere Aufmerksamkeit einsetzen. Oder wie Yoda sagte: ´Deine Konzentration ist deine Realität.´“ (14) Der Psychologe Daniel Goleman widerspricht damit klar der Verheißung oder auch Forderung des Multitasking. Er stützt sich hierfür auf die Funktionsweisen des menschlichen Gehirns. Es kann nie gleichzeitig Dinge oder Prozesse erfassen. Wird es unter den Druck des Multitasking gesetzt, dann pendelt es zwischen...
Was ist Mystik? · 27. Juni 2018
Wir sind bereits, was wir werden: Leben, Wahrheit, Glück, Stille. Menschen, die eine Nahtoderfahrung machen, beschreiben unser wahres Sein mit diesen Erfahrungen. Mystiker und Mystikerinnen sind daher oft kulturkritisch eingestellt. Für sie ist das gegenwärtige kulturelle Leben nur ein Vorgeschmack auf das eigentliche, voll entfaltete menschliche Wesen. Aus ihrer Sicht ist unser wahres menschliches Potenzial erst anfänglich entfaltet. Diese These deckt sich mit der Feststellung von...
Mystiker abseits der Kirche · 27. Juni 2018
Das 20. Jahrhundert brachte große Mystiker hervor: in, aber auch außerhalb der Kirche. Im Folgenden stelle ich kurz Rudolf Steiner vor.
Einheitserfahrungen · 19. Juni 2018
Schweigen und Meditation als Weg zu Einheitserfahrungen „Halt an, wo läufst Du hin? Der Himmel ist in Dir. Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.“ Der Theologe, Arzt und Mystiker Angelus Silesius (1624-1677) greift für diesen Aphorismus auf eine Aussage Jesu zurück: „Man wird nicht sagen: Siehe hier oder da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch (entos hymon)“ (Lk 17,20f). Wie werden wir dieser Tatsachen inne? So dass wir nicht nur darüber wissen,...
Interviews · 19. Juni 2018
Frau Bobert, das Thema Mystik ist ein riesiges, weltweites Thema – aber Sie sagen, es geht dabei um ganz kleine, geradezu minimalistische Übungen. Das setzt schon dabei ein, dass ich Mystik nicht so sehr als Weg in das „Übernatürliche“ verstehe, sondern als Weg zu unserer wahren Natur. Und die wartet darauf, wachgeküsst oder freigeschaltet zu werden. Der Hauptweg ist, sich weg von der verstreuten Aufmerksamkeit und wieder auf sich selbst hin zu konzentrieren, auf die eigenen Gedanken,...
Theologisches Lexikon · 21. März 2018
Zur Lehre Jesu zählt die Aufforderung, „Buße zu tun“. Schaut man sich das griechische Wort für „Buße tun“ an, so hat es nichts mit „in Sack und Asche gehen“ oder Sich-kleinmachen zu tun. Wortwörtlich heißt „Buße“ griechisch „metanoia“ – „umdenken“, „anders denken“, den Sinn neu ausrichten. Genau dieses Umdenken üben Mönche mit ihren mentalen Übungen ein. Der Hauptkampf des christlichen Mönches in den ersten Jahrhunderten galt dem Kampf mit den eigenen...
Theologisches Lexikon · 21. März 2018
„Sünde“ wurde traditionell theologisch als ein Seinszustand verstanden und nicht auf einzelne Handlungen bezogen (ein „ontologischer“ Zustand, kein „ontischer“). Der Sinn des mit „Sünde“ Gemeinten wird gut im Wort „Sonderung“, „Absonderung“ deutlich. Ein „Sünder“ wäre so verstanden ein „Sonderling“. Die Sonderung bezieht sich auf die Trennung von der Quelle allen Seins. Ein Sünder bzw. Sonderling erleidet einen Mangel an Sein. Er verfügt nicht mehr über...
Theologisches Lexikon · 21. März 2018
sind keine Orte, sondern Bewusstseinsqualitäten. Sie sind in uns, hier und jetzt. Insofern müssen wir nicht darauf warten, in den Himmel zu kommen oder fürchten, in die Hölle zu kommen. Unbewusstheit ist ein Mangel an Licht und insofern Hölle. Der Athos-Mönch und erleuchtete Meister Paisios (gest. 1994) sagt über die westliche Kultur, dass sie den verfinsterten Zustand des Menschen zur Normalität erhoben habe. Nur deshalb erscheine ihr der bewusstseinsklare Mensch, der Unglaubliches...
Theologisches Lexikon · 21. März 2018
Jesu Antwort auf die Kreuzigung ist: „Vater vergib Ihnen. Sie wissen nicht, was sie tun.“ (Evangelium nach Lukas Kapitel 23 Vers 34) Das Böse ist das Unbewusste. Der Kampf des Mystikers richtet sich darauf, das niedere und hohe Unbewusste mit dem eigenen Tagesbewusstsein möglichst konstant zu verbinden. Die antike Metapher für Bewusstsein ist „Licht“, die für Unbewusstheit „Finsternis“. Über eine Kultur, die Unbewusstheit erzeugt, heißt es im Evangelium nach Johannes Kapitel...
Theologisches Lexikon · 21. März 2018
Als „transzendent“ erscheint uns etwas, so lange wir nur begrenzt wahrnehmungsfähig sind. „Transzendenz“ ist keine Eigenschaft von „Gott“, „Engeln“, „Verstorbenen“ oder sonstigen spirituellen Wesen oder Welten. „Transzendenz“ ist eine Zuschreibung des wahrnehmungseingeschränkten Subjekts. Der Transzendenzbegriff verweist zurück auf einen wenig oder ungeschulten Geist. Die Wirklichkeit kennt keine Spaltung. Sie ist einheitlich. Daher spricht der Mystiker von...

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