Minimalismus · 09. März 2019
Am Anfang stand meine Forschung über das Mönchtum als Uni-Prof. Ich wollte herausfinden, wieso die Mystik in den Anfangszeiten des Christentums noch lebendig war. Ich las alles, was ich finden konnte, über die Einsiedler in der ägyptischen Wüste im 4. Jahrhundert – wie sie lebten und vor allem wie sie meditierten. Ich las die „Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers“ – eine super Einführung durch einen hohen Meister in so eine Art Nonstop-Zen-Praxis, mitten im Alltag....
Minimalismus · 26. Januar 2019
Den Text darf ich hier leider aus urheberrechtlichen Gründen nicht posten. Aber Ihr findet ihn hier unter diesem Link: Ana Grujic, Meditationsexpertin erklärt "Wenn Sie damit beginnen, ist erst einmal die Hölle los" t-online-Portal, am 26.01.2019
Einheitserfahrungen · 18. Dezember 2018
Eine Schlüsselrolle bei einer transreligiösen und zugleich alltagstauglichen Annäherung an den gemeinsamen Kern von Mystik kann Abraham Maslows (1908-1970) Definition von „Gipfelerfahrungen“ (peak experiences) und seine Beschreibung der Qualitäten dieser Erfahrungen anhand von „Seinswerten“ spielen. Im Folgenden stelle ich beide summarisch vor. 1. Mystik ist in der biologischen Natur angelegt Der US-amerikanische Psychologe und Gründervater der Positiven Psychologie Abraham Maslow...
Einheitserfahrungen · 18. Dezember 2018
Ich verstehe mit dem evangelischen Theologen und Professor für Klinische Psychologie Renaud van Quekelberghe Gottesnamen als „Grenzbeschreibung des menschlichen Bewusstseins“.[1] Phänomenologisch-deskriptiv fällt auf, dass die Eigenschaften von Bewusstsein mit traditionell religiösen Gottesprädikaten konvergieren. Auch Joseph A. Goguen weist im Artikel „Consciousness Studies“ der Encyclopedia of Science and Religion auf diese Konvergenz hin: „it is ineffable, open, fluid,...
MiniTexte · 14. November 2018
Minimalistisches Manifest: In bin ein Nichts und hab doch alles. Ich habe nichts und bin doch alles. Klares Licht Ich bin farblos wie das Wasser und spiegele den Grund, über den ich fließe und die Farben des Himmels.
MiniTexte · 22. Oktober 2018
Aufwachen / im Lärm / die fliegenden Gänse hören. * Grauer Himmel / Rotes Schiff / vom Sturm umweht. * Namenloses Licht / geht mir auf / wie der Mond. * Entschleunigung / Die ersten Schnecken / stürmen mein Zelt.
Interviews · 07. Oktober 2018
Die Mystik steht, in vielen christlichen Bereichen, unter dem Generalverdacht, vom biblischen Wort Gottes wegzuführen. Warum dieser Verdacht? Mystikern geht es nicht darum, dass die Menschen Bücher lesen, sondern dass sie verwandelt werden. Christliche Mystiker bleiben nicht dabei stehen, Texte über Jesus Christus zu lesen. Sie wollen Christus gleichgestaltet werden, in Christus sein, Tempel des Heiligen Geistes werden. Für Mönche verläuft dieser Weg hin zur Gleichgestaltung über: lectio...
Interviews · 07. Oktober 2018
Mystik „to go“. Übersetzen der alten mystischen Prozesse in heutige Lebensverhältnisse, Denkformen und Sprache Mit „Mystik“ verbinden wir Begriffe wie „Versenkung“ und „Erleuchtung“ - jedenfalls viel Zeit und Stille. Wie passt da der Zusatz „to go“ dazu? Sabine Bobert: Ich möchte den Menschen, die arbeiten und keine Zeit für langes Sitzen haben, etwas anbieten. Schon Ignatius hat das Stundengebet kleingeschrumpft. So habe ich - gemeinsam mit Seminarteilnehmern - Übungen...
Einheitserfahrungen · 13. Juli 2018
1. Multitasking vs. Flow „Was wir sehen, hängt davon ab, wie wir unsere Aufmerksamkeit einsetzen. Oder wie Yoda sagte: ´Deine Konzentration ist deine Realität.´“ (14) Der Psychologe Daniel Goleman widerspricht damit klar der Verheißung oder auch Forderung des Multitasking. Er stützt sich hierfür auf die Funktionsweisen des menschlichen Gehirns. Es kann nie gleichzeitig Dinge oder Prozesse erfassen. Wird es unter den Druck des Multitasking gesetzt, dann pendelt es zwischen...
Was ist Mystik? · 27. Juni 2018
Wir sind bereits, was wir werden: Leben, Wahrheit, Glück, Stille. Menschen, die eine Nahtoderfahrung machen, beschreiben unser wahres Sein mit diesen Erfahrungen. Mystiker und Mystikerinnen sind daher oft kulturkritisch eingestellt. Für sie ist das gegenwärtige kulturelle Leben nur ein Vorgeschmack auf das eigentliche, voll entfaltete menschliche Wesen. Aus ihrer Sicht ist unser wahres menschliches Potenzial erst anfänglich entfaltet. Diese These deckt sich mit der Feststellung von...

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