• Sabine Bobert

Persönlicher Gott?


Frage G:


Liebe Sabine, diese Frage treibt mich seit Längerem um: Was sind aus deiner Sicht, die Vorteile, an einen persönlichen Gott, wie es ihn im Christentum oder Judentum gibt, versus abstrakten, wie im Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, zu „glauben“. Ist der „persönliche Gott“ lediglich eine Krücke, die einem hilft, leichter Zugang zum Spirituellen oder Mystischen zu finden, weil es dem Menschen leichter fällt, mit einem Du umzugehen? Oder ist der persönliche Gott sogar eher eine Vorstufe zum abstrakten Gott? Mir gefällt es nicht, wenn ich mitbekomme, wenn man diesem Gott dann kumpelhaft mit den Ellbogen in die Rippen haut „Hey, Gott…!“ und er auf ein ausschließlich oberflächlich - menschliches Maß reduziert wird. Manchmal sehne ich mich nach einem „ansprechbaren“ Gott, dann wiederum bin ich froh, dass ich das so nicht (mehr) brauche. Zudem kommt es kommt mir oft so vor, als mache man sich mit dem „Brüder, überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen“ nur was vor… So ist es ja nicht. Gott ist ja keiner, der da oben hockt…


Liebe Grüße G.



Antwort 1 Sabine:


Jetzt mal kurz vorm Schlafengehen geantwortet: Naja DU bist der Gott Und du kannst so wählen ob du persönlich und oder unpersönlich sein bzw leben willst 🌈🦄🐬



Antwort 2 Sabine:


Liebe G.,


heute antworte ich Dir ausführlicher 😄


Am Ende erkennst Du, dass ALLES voll Bewusstsein ist. Wir leben in einem Meer aus Bewusstsein. Und am unpersönlichsten sind dann die meisten Menschen 😄 😄 😄 Also wenn sie programmiert handeln wie Roboter. Und in Vermassung leben. Und eine materialistische Weltanschauung denken und leben. An den Tod als Ende glauben. Nicht spüren, wie verbunden wir sind.


Also in diesem Sinne "Person" zu sein ist quasi der Gipfel der A-Personalität 😄

Entsprechend fällt dann auch das Gottesbild aus.


Wir brauchen kein "Bild" von Gott. Wir baden in ihm. Wir sind als Bewusstsein in den Strom des Lebens verwoben.


Anfangs dümpelt man vielleicht wie eine Flunder in der Schlammschicht rum. Aber auch das ist cool. Es ist irre, sich als Teil einer Symphonie aus Bewusstsein zu erleben. Auch Steine, Sand, Pflanzen haben Bewusstsein. Und zwar oft ein viel höheres als Menschen 😄 😄 😄


Also ich schreib Dir das lieber hier - statt mündlich in der Mystik-Familie, damit Du Zeit hast, die vielen Denkfehler aus der jetzigen "Super-Kultur" zu sehen und aus Dir rauszumeditieren.


Der Mensch ist sooo runtergedimmt! Wie eine Taschenlampen-Glühbirne aus meiner Jugendzeit der 1970er Jahre 😄 Wer also fragt: Ist Gott eine Glühbirne? Oder die Sonne?

Da müssen wir also, wenn wir über "Glühbirne"/Sonne reden, erstmal unser Personverständnis klären.

Das was wir hier als "Personen" sehen, gleicht der Glühbirne aus alten DDR-Taschenlampen der 1970er Jahre.

Es hat nix mit LED-Technik zu tun wie sie heute in Baustellenspots oder Fahrradlampen verbaut ist.


Ich lehne es klar ab, von Gott "personal" im Sinne von Kultur-Person zu sprechen.

Da würde ich eher sagen: Gott ist Personal im Sinne einer Pflanze oder von Amethyst 😄 😄


Diese Sätze sind für Kulturis (KULT-Uris) unbegreiflich.

Denn sie SEHEN HÖREN SPÜREN - fast nichts.

Immerhin können sie noch Tell-a-Vision - also TV-Visionen wiederkäuen.


Gott ist "personal" im Sinne: Strom des Bewusstseins, Strom des Lebens.

Wir Menschen baden (auch blinde KULT-Uris) darin. Wir baden in "Licht". "Licht" und "Bewusstsein" sind in der Bibel synonym.


Superdunkel ist es durch Kultur-Dressur in Menschen.


Sobald Du im Wald bist, spürst Du Leben, Verbundensein. Oder in den Bergen. Oder bei egal welchem Wetter am oder auf dem Meer.

Alles dort schaltet Bewusstsein in Dir wieder an.


Irgendwann erkennst Du: Huch, ich bin ja viel viel mehr als dieser physische Körper.


Und dann: Huch, auch mein physischer Körper besteht ja aus Bewusstsein. Er ist - zunächst - ein kollektiv geprägtes Hologramm.

Und dann formst Du ihn zunehmend in DEIN (persönliches!) Hologramm um.


Und dann lässt Du Seh-Schablonen fallen, die Dir die Kulturelle Bildung aufgesetzt hast.


Und tauchst Du ein in eine Welt, in der Du EIN Bewusstseinswesen ODER: DAS GANZE sein möchtest.

DU entscheidest.

Du verengst und Du weitest den Fokus Deines Bewusstseins.

Du schwenkst ihn bewusst.

So verschmilzt Du mit einem Baum, einem Stein, einem anderen Menschen. Du kannst den Schmerz und die Enge Kulturi-zu-sein spüren. Also bleibst Du auch im Mitgefühl mit ihnen.


Das ist die Langfassung 😄 meiner Antwort.



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