• Sabine Bobert

Stress abbauen und den Fokus halten inmitten der gegenwärtigen Belastungen



Das war auch für mich selbst ein Schlüsselthema seit März 2020. Meine Live-Seminare auf Sylt, in der Stuttgarter Region, dann in Berlin und auch bei mir daheim in Kiel - alles war plötzlich platt. Vielen wird es ähnlich ergangen sein: Auch Beziehungen, die sonst trugen, waren vom Impfthema und Gesprächen über mögliche Hintergründe belastet oder zerbrachen sogar daran. Je enger die Beziehungen waren, desto größer der Schmerz. Irritationen über Freiheitseinschränkungen. Ängste - bei den einen über den Virus, bei den Anderen über gesellschaftliche Umbrüche, vor allem, wenn man DDR-Hintergrund hatte. Alltägliche Sorgen wie: Wo finde ich jetzt einen Friseur?? Wie baue ich jetzt mein Freizeitverhalten um, wenn die Boulderhalle - oder für Andere - Buchläden und Cafés das Schwimmbad - geschlossen haben? Durch Freundschaften war man auch am Mitleiden mit Freunden, deren Geschäft vor dem Aus steht. Das Neue, was man unter diesen Umständen aufbaut, braucht Gewöhnung und kostet zusätzliche Kraft. Ich hatte mich im März 2020 rasch in einem Online-Kurs über E-Book-Herstellung angemeldet und hier viel gelernt, mich für die Uni in die Arbeit mit Zoom eingearbeitet, mir Ton-Schnitt beigebracht und mich endlich mit meinem guten Tascam-Voice-Recorder vertraut gemacht. Das war alles viel Arbeit, und für Kajak-Fahren blieb im Frühjahr und Sommer 2020 kaum Zeit. Auch für Video-Schnitt hatte ich keine Zeit mehr, so dass mein Youtube-Kanal monatelang verwaiste. Manche schrieben oder mir in dieser Zeit herzliche Mails und fragten, wie es mir geht. Inzwischen freue ich mich über alles, was ich in dieser harten Zeit im Beten-und-ArBETEN-Stil, lernte. Jetzt kann ich auf Zoom Gespräche mit Menschen mitschneiden, die ich sonst kaum zu Interviews erreicht hätte. Auf Youtube ist das beispielsweise mein Gespräch über Liebesmystik (Link https://www.youtube.com/watch?v=C-U1xVqeCko) und mein Gespräch mit der Einsiedlerin Maria Anna Leenen https://www.youtube.com/watch?v=RzVssDLsTHE, auf das ich besonders stolz bin. Denn ihr Buch "Einsam und allein. Eremiten in Deutschland" hatte mir vor Jahren viel Trost in meinen urbanen mönchischen Experimenten gespendet.

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