"Jesusgebet und neue Mystik" - Lesefutter für intellektuelle Mystiker

 

 

Bobert, Jesusgebet und neue Mystik

ISBN: 978-3-940900-22-7

Mit internationalem Versand: 19,60 €.

1. vergriffene Auflage, Kiel 2010. Der Klassiker in Erstauflage!

Auf Wunsch mit Autogramm der Autorin!

Die Erstauflage ist seitenidentisch mit der 2. Auflage Münsterschwarzach 2012. Lediglich das Cover wurde grafisch leicht bearbeitet. Leichte Lagerspuren. Daher als "Mängelexemplar" verkauft.

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Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Der Christ der Zukunft ist Mystiker

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Mystagogie als kontextueller Rahmen einer erneuerten christlichen Mystik
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Christliche Mystagogie in Antike und Mittelalter
3-Kap-II-3.pdf
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Versuche zur Erneuerung einer christlichen Mystagogie im 20. Jahrhundert
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Rahmen und Definition einer erneuerten christlichen Mystagogik
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Autonom spirituell sein
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Das Pixel-Ich. Der psychologische Abschied vom stabilen Ich
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Mystische Spiritualität in spätmodernen Formen
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Individuelle Mystagogik: Geistliche Begleitung
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Stufen des Glaubens bei Ambrosius von Mailand
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Neurotheologie: Aufmerksamkeitssteuerung als spirituelles Werkzeug
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Der mystische Weg
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Stufen der liebenden Vereinigung
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Nahtoderfahrungen als mystischer Weg
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Liturgie als inszenierte Christus-Präsenz
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Verwandelt werden durch die Eucharistie
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Die Taufe als Einweihungsweg
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Die Bestattung als Wandlungsritual für die Verstorbenen
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Lesermeinungen

Wunschbuch

Nach langem Suchen habe ich endlich ein Buch gefunden,

welches meiner Suche nach Mystik und offener Spiritualtät entspricht.

Ich denke, dass ich damit auf meinem spirituelem Weg weiter kommen werde.

R. Hohmann

 

"Mystik für Aufgeklärte"

Längst überfällig ist dieses Buch der evangelischen Theologin Sabine Bobert.

Sie holt all die Dinge wieder hervor, die die christliche Mystik schon lange kennt.

Ein spirituelles Christentum wird zukünftig eine zentrale Rolle spielen - wenn es

eine Zukunft haben will.

Was gibt es nicht alles auf dem Markt von Psychotherapien, Selbstfindungsratgebern und

Glücksbüchern.

Sicher ist darunter viel Sinnvolles zu finden, aber auch etlicher Unfug und manchmal

sogar Scharlatanerie.

In diesem Buch hat sich mir noch einmal eine alte Welt eröffnet - für eine neue Sicht,

was Mystik ist und sein kann.

Unbedingt lesenswert!!!

Auch Ihr folgendes Praxisbuch "Mystik und Coaching" empfehle ich hiermit.

Ein drittes Werk ist bereits in Arbeit, worauf ich schon sehr gespannt warte.

Antje C. Roesler

 

 

 

Blog von Pietro Flucco, Losone, Tessin, Switzerland, 28. Juni 2012

Sabine Bobert: Jesus-Gebet und neue Mystik

 

 

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich vermehrt mit christlicher Mystik. Das hat vermutlich mit meiner Lebensmitte und der Ausschöpfung des diskursiven und kognitiven Zugangs zu Gott zu tun. Auf diesem Weg ist mir das äusserst informative und lesenswerte Buch von Sabine Bobert aufgefallen: Jesus-Gebet und neue Mystik. Grundlagen einer christlichen Mystagogik. (Verlag: Kiel Buchwerft Jahr 2010, 470 Seiten; www.buchwerft-verlag.de; ISBN-Nummer: 978-3-940900-22-7) . . . . . Etwas zur Autorin: Sabine Bobert wurde 1964 in Ostberlin geboren. Sie studierte Theologie an einem baptistischen Seminar, danach konvertierte sie zur evangelischen Kirche. Ab 1991 war sie zuerst Vikarin und dann Pfarrerin in Berlin. Sie promovierte mit einer Arbeit über Dietrich Bonhoeffer. Im Jahr 2000 war sie stellvertretende Theologieprofessorin in Marburg, ein Jahr später in Kiel. Sie ist Professorin für praktische Theologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Seelsorge, alter christlicher spiritueller Traditionen und postmoderner Spiritualität. Sie setzt sich dafür ein, dass die deutsche evangelische Messe wieder vollständig umgesetzt wird mit all ihren rituellen Handlungen. . . . . . . . . . . . . . . . Zum Inhalt: Sabine Bobert zeigt für mich zu Beginn ihrer Ausführungen eindrücklich auf, dass die akademische protestantische Theologie spirituelle Uebungswege, generell den Wert einer erfahrbaren Spiritualität heute neu kennen und vermehrt schätzen lernen muss und will. Bisher hat sie zunehmend auf säkulare Methoden der Sozialwissenschaften gesetzt, neu kommen religiöse Methoden, Symbole und Riten wieder stärker ins Blickfeld. Wenn wir weit genug zurückschauen, dann ist diese Entwicklung nicht neu, denn bis zur Scholastik war die Mystagogik, der Gottesdienstkult, die vorherrschende christliche Theologie. Im Westen haben jedoch die Scholastik, die Reformation, die Aufklärung und der Rationalismus die christliche Mystik und die geistlichen Uebungswege weitreichend marginalisiert. Im orthodoxen Osten war dies nicht geschehen, was Bobert als geistlichen Vorteil und Gewinn erachtet. . . . . Karl Rahner, der bedeutende deutsche katholische Theologe des 20. Jahrhunderts war ein Profet als er sagte: „Der Fromme von morgen wird ein Mystiker sein, einer der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein...“. Auch der Wissenssoziologe Peter L. Berger machte mit seinen Büchern „Wiederentdeckung des Uebernatürlichen in der modernen Gesellschaft“ (1970 und „Der Zwang zur Häresie“ (1980) auf dieses neue westliche Phänomen aufmerksam. Sabine Bobert unterscheidet drei Hauptarten von religiösem (christlichem) Wissen: . . . . . . . . . . . . . . . . . . · Autoritäres Wissen, das sich aus der Tradition ableiten lässt. Bekanntester Vertreter dafür im 20. Jahrhundert war Karl Barth . . . . . . . . · Negierendes Wissen, das aus Anpassung an den damaligen Zeitgeist des Materialismus und der Entmythologisierung entwickelt wurde. Rudolf Bultmann steht für diese Methode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . · Erfahrendes Wissen, heute vorherrschend, das induktiv und individuell angeeignet wird. Die wichtigsten Personen dafür sind Friedrich Schleiermacher, Karl Rahner und Ulrich Beck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zusätzlich gab bereits um 1900 und auch schon vorher alternative Religionsparadigmen in Europa. Zu erwähnen sind Emanuel Swedenborg 1688-1772, Franz Anton Mesmer 1734-1815 und Rudolf Steiner 1861-1925. Sie setzten viel stärker auf religiöse Empirie. Im 20. Jahrhundert waren in dieser Richtung, C. G. Jung, Thorwald Dethlefsen und Elisabeth Kübler-Ross tätig. Sie portierten Reinkarnationsvorstellungen infolge persönlicher Erfahrungen; letztere glaubte nur, was sie erfahren konnte. Tod gab es für Kübler-Ross nicht, sondern Unsterblichkeit, die jedoch pseudowissenschaftlich begründet wurde. Der Körper wird als Haus, Tempel oder Kokon angesehen. Aehnlich argumentierte auch Max Planck, als er sagte: „Es gibt keine Materie an sich. Sie entsteht und besteht nur durch eigene Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und zusammenhält. Wir müssen hinter dieser Kraft einen bewussten und intelligenten Geist annehmen, der das Wahre ist.

 

 

Eins mit Christus

Die Kieler Professorin für Praktische Theologie Sabine Bobert führt in eine neue christliche Mystagogik ein. Sie kann auf Vorgänger verweisen (Polemik gegen Barth und Bultmann erscheint allerdings unangebracht).

Im 20. Jahrhundert hatte schon Odo Casel eine Mysterientheologie entwickelt. Er knüpft an die Kirchenväter an, die das christliche Kultmysterium von den antiken Mysterien her interpretierten. Christus ist in der Liturgie gegenwärtig. Der Gottesdienst weiht in die Gemeinschaft mit Christus ein.

Auch Dietrich Bonhoeffer konnte von dem Gleichwerden mit Christus sprechen.

Manfred Josuttis forderte eine neue Mystagogie.

 

In der Mystik wird Gott um seiner selbst willen geliebt. Durch Christus, den Bruder, kann es zur Einheit mit Gott kommen. Die Entwicklungspotentiale des Menschen werden gestärkt.

 

Besonders die Eucharistiefeier, auf die Sabine Bobert gegen Ende ihres an Informationen und Interpretationen reichen Buches eingeht, kann Menschen zu einem innigen Leben mit Christus führen. "Wer mit Christus kommuniziert, ist nicht mehr ein Einzelner". Der Leib Christi verwandelt Menschen und lässt sie in der menschlichen Gemeinschaft für andere Menschen heilsam werden.

 

Ich denke, für die innere Reform der evangelischen Kirchen ist die Theologie dieses Buches eine große Hilfe.

 

Michael M.

 

 

 

Cantate Domino canticum novum. Illustration zu Psalm 97,1 (98,1). Aus dem Psalter des Duc de Berry, vor 1402. Bibliothèque Nationale Paris
Cantate Domino canticum novum. Illustration zu Psalm 97,1 (98,1). Aus dem Psalter des Duc de Berry, vor 1402. Bibliothèque Nationale Paris