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  • AutorenbildSabine Bobert

Launesauger / Dementoren

Frage von A.:

Liebe Sabine,


gerade bin ich in einem herrlichen Kurort. Es ist für mich ein Rückzug. Hier will ich rausfinden wie ich im Leben weitermache.


Hier hat es allerdings auch Launesauger/Dementoren. Beim Frühstück am Morgen treffe ich sie schon an.


Ein Jugoslawe berichtet von seinen Kriegserlebnissen, ein Schweizer von seinem Großvater welcher den ersten und den Zweiten Weltkrieg durchgemacht hat. Andere

berichten von Ihren Krankheiten und ihren schlaflosen Nächten etc.


Diese Menschen sind da, ich kann und will Ihnen nicht ausweichen, aber wie kann ich mich schützen? Das Jesus-Gebet praktiziere ich. Evtl. ist das ein Schutz, aber wenn ich einem Dementoren gegenüber sitze zuhöre und auch mal antworte, dann habe

ich keinen Plan wie ich das umsetzen soll:

Christus/einatmen Jesus/ausatmen und dabei den gegenüber in die Augen schauen und am Gespräch mitwirken. Das bekommt der andere doch irgendwie mit?!

Vielleicht gibt es Alternativen?


Herzlichen Dank

A.


Antwort von Sabine:

Lieber A,


das Unding ist, dass man uns dazu ERZOGEN hat, dass es gut sei, wenn wir son sch... ertragen!

Dass wir davon gute Menschen werden.


Geh davon aus, dass (so sagts die Statistik) 75% der Menschen unzufrieden mit ihrem Leben sind.

Und iss lieber selig alleine 😄


Oder wechsel einfach mittendrin das Thema als hättest Du das vorige überhört:

"Der Kaffee schmeckt heute vorzüglich, finden Sie nicht auch?" 😄


Ich brauchte lange, bis ich mir die Erlaubnis dazu gab.


Vorher entdeckte ich:

Es ging in meiner Erziehung NUR um die Anderen.


Das fand ich eine schlechte Erziehung 😄




Frage:


Liebe Sabine,


das mit dem an "einen anderen Tisch sitzen" mache ich.

Das hat die Konsequenz, dass ich als Sonderling gesehen werde.

Alles hat seinen Preis. Der Preis ist es mir oft wert.


In einem Deiner Videos hast Du von Bonhoeffer berichtet,

wie er seinen Schülern empfahl:

die, die in der Stille klarkommen, sollen die Gruppe suchen

die, die in der Gruppe klarkommen, sollen die Stille suchen.

(So ähnlich habe ich es in Erinerung.)


Hier auf Kur ist die Gruppe meine Herausforderung. Eine Übung in Dementorenresistenz.

Ich merke, wie die Dementoren triggern. Das erkenne ich immer mehr und versuche dabei nicht in diese Triggerfalle zu gehen.


Es ist heftig, wie viele Menschen ihren Frust ungebremst in Raum kotzen.

Die Missstände, eigene und äußere, werden permanent wiedergekäut.

Da entstehen üble Stimmungen in allen Räumen. Es ist eine schleichende

Pest die das Leben in seiner Lebendigkeit auffrisst.


Bei mir merke ich dann immer, wie das Jesus-Gebet in mir automatisch betet.

Das kam zu mir. Das habe ich mir nicht antrainieren müssen.


Es ist meines Erachtens superwichtig ein Gemeinschaft zu haben, die bewusst das Gute kultiviert, wie z.B. Mystikfamilie.


Ich sehen hier das Bild: Ich bin der Weihnstock, ihr seid die Reben! Dieses innnere Bild visualsiere ich bis es fast Fleisch wird, um meine Seele zu schützen.


Antwort von Sabine:


das ist von A bis Zett so!!! Genau so!!!

Du siehst es - und jetzt ist es an der Zeit, dass Du Deine Energie schützt.

Jedes Tier schützt sich vor Stressoren.

Sie werden sogar aus der Herde vertrieben.


Weil es mit uns Menschenherde umgekehrt ist, sind die Mönche MONOS = griechisch "Einzelner" geworden.


Rate mal, warum so viele von Robinson Crusoe und der Insel schwärmen, reif für die Insel.


Weil sie dann die Stressoren los sind.


Der Übergang von Schwarmdummheit zu Selbststeuerung ist mit Unsicherheit, Selbstzweifel, Einsamkeit verbunden.


Aber er lohnt sich:


Du bekommst DICH und deine höheren Entwicklungsstufen.


Ja klar braucht man eine gleichgesinnte Community, aber nicht ständig (wie im Ashram).


Energie ist ansteckend. (Leider auch im negativen Sinn)


Man soll sich immer mit den Menschen umgeben, die die eigenen Ziele schon leben, dann gehts am einfachsten.


Herzlich

Sabine

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