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Der Ort, von dem Meister Eckhart spricht
Über existenzielle Sicherheit, ungebrochene Gegenwart und den Unterschied zu Evagrius Es ist ein stiller Irrtum der Mystikrezeption, Meister Eckhart als jemanden zu lesen, der einen Weg beschreibt . Denn er beschreibt statt dessen einen Ort , und an diesem befindet er sich bereits. Für Eckhart ist dieser kein innerer Gipfel am Ende eines asketischen Aufstiegs sondern ein existentiell gesichertes Sein . Hier drängt nichts, auch nicht seine Sprache. Um den Ort von Eckharts Meta
sabinebobert
vor 2 Tagen5 Min. Lesezeit
Mystik-Salon Abende 2026 zu meinen neuen Büchern 2026
Wofür ich stehe: „Ich arbeite mit Leben ohne Deadline.“ „Nicht alles im Leben ist ein Projekt mit Abgabefrist.“ „Manche Menschen leben nicht im Kalender, sondern im Körper.“ „Gegenwart ist kein Moment – sie ist ein Zustand.“ „Ich glaube nicht an Fortschritt im Inneren.“ Du willst schon jetzt in die Gedankenwelt meiner neuen Bücher 2026 eintauchen? In diesem Jahr starte ich, nach langer Pause, wieder meine "Mystik Salon Abende". Ein Salon pro Monat. Per Zoom. Im kleinen Kreis
sabinebobert
vor 6 Tagen2 Min. Lesezeit
Die Kultur der Zumutung
Warum das Leid nicht im Menschen sitzt Es gibt eine stille Verschiebung, die kaum jemand bemerkt. Sie hat nichts mit Ideologien zu tun, nichts mit Moral oder persönlichem Versagen. Sie gedeiht darin, dass man das, was früher Zumutung genannt wurde, heute mit Normalität bezeichnet. Eine Kultur mag noch nicht grausam sein, nur weil sie brutal ist. Grausamkeit erwächst jedoch daraus, wenn selbstverständlich wird, dass niemand mehr fragt ob sie tragbar ist . Die Fraglichkeit ve
sabinebobert
vor 6 Tagen2 Min. Lesezeit
Warum Distanz manchmal die ehrlichste Form von Nähe ist
Das moderne Missverständnis von Nähe Es gibt ein modernes Missverstandnis von Nähe. Es lautet: Nähe sei gut. Je mehr Nähe, desto besser. Dieses Missverständnis ist tief verankert, psychologisch, kulturell und spirituell. Es lastet auf Liebesbeziehungen, Freundschaften, Seelsorge und Gemeinschaften. Doch übersieht es etwas Entscheidendes: Nähe ist niemals neutral. Nähe bedeutet Zugriff. Nicht unbedingt böse sondern eher unbewusst und liebevoll gemeint. Wer nahekommt nimmt wahr
sabinebobert
6. Jan.2 Min. Lesezeit
Identität ist kein Narrativ sondern ein Zustand
Die moderne Welt liebt Geschichten. Sie liebt Anfänge, Wendepunkte, Krisen und Auflösungen. Und sie schreibt in uns selbst gern Geschichten ein. Wer uns fragt „Wer bist du“, will meist wenig über unseren gegenwärtigen Zustand hören. Er wartet auf die Erzählung: Woher kommst du, was hat dich geprägt, wohin bist du unterwegs? Identität erscheint dann als Plot. Doch vielleicht ist genau das der Irrtum. Vielleicht ist Identität gar kein Narrativ. Vielleicht ist sie ein Zustand. D
sabinebobert
5. Jan.4 Min. Lesezeit
Autotelie – die radikalste Form der Freiheit
(Aus meinem Buch über Autotelie bzw. den spielerischen Menschen. Erscheint 2026) Freiheit wird oft als Wahl verstanden oder als Selbstverwirklichung oder Autonomie. Autotelie (vom griechischen autos telos – in sich das Ziel haben) geht tiefer. Sie ist Freiheit vor der Wahl, vor dem Ziel, vor der Rechtfertigung. Leben als Mittel Unter Gewalt wird Leben zum Mittel. Man lebt um zu vermeiden, um zu sichern oder um zu überstehen. Diese Zweckhaftigkeit bleibt oft erhalten, lange
sabinebobert
4. Jan.2 Min. Lesezeit
Warum die meisten Menschen nicht aufwachen
Aufwachen ist kein Erkenntnisprozess Ein Vorurteil lautet: Menschen wachen nicht auf, weil sie zu bequem, angepasst oder mit Mittelmaß zufrieden sind. Diese Antwort gibt aus meiner Sicht den Falschen die Schuld. Aus meiner Beobachtung wachen die meisten nicht auf, weil sie strukturell dabei auf zuviel Widerstände stoßen. Aufwachen ist in dieser Kultur kein tragfähiger Zustand. Aufwachen hat wenig mit Nachdenken oder Lesen zu tun. Es bedeutet, sich selbst nicht mehr zu verlass
sabinebobert
4. Jan.2 Min. Lesezeit
Von Güte die trägt und Güte die bricht
Über spirituelle und kirchliche Moral Es gibt Grausamkeit, die kommt nicht gewaltsam sondern als Güte einher. Sie verbreitet Forderungen, die freundlich formuliert sind, mitunter sogar als Einladung. Heutige spirituelle oder auch kirchliche Moral wirkt selten brutal. Sie duftet sanft mit ihren blumenreichen Sätzen über Liebe, Vergeben und Hoffen. Genau in dieser Sanftheit liegt ihre Gefährlichkeit. Sie bittet statt strafend zu sein. Sie wiederholt und erinnert statt zu dränge
sabinebobert
3. Jan.3 Min. Lesezeit
Über die Gewalt religiöser (und spiritueller) Sprache
(Aus meinem Buch über Post-traumatische Spiritualität) Es gibt Gewalt, die schreit. Und es gibt Gewalt, die spricht. Die zweite ist schwerer zu erkennen. Denn sie droht nicht sondern sie deutet. Sie befiehlt nicht. Ihr Werkzeug sind Sätze, die gut gemeint sind. Sie verletzt nicht durch respektlose Lautstärke sondern durch ein Zuviel an Nähe. Religiöse Sprache zählt zu dieser zweiten Form. Sie will Menschen nahetreten um zu trösten, zu ordnen, zu öffnen. Sie meint es gut, wenn
sabinebobert
3. Jan.3 Min. Lesezeit
Nach dem Sinn.Warum posttraumatische Spiritualität kein Sonderfall für Randgruppen ist
(Mein Buch über post-traumatische Spiritualität und Theologie wird 2026 erscheinen.) Traumatisierte als Randgruppe oder Normalfall? Es wäre zu optimistisch, zu glauben, dass ich eine post-traumatische Spiritualität (und Theologie) nur für Randgruppen entwickele, als bedürften nur diese einer besonderen Schonung und Sensibilität. Ich entwickele sie als Aufdeckung einer traumatischen Normalität . Mir ist deutlich geworden wie universal Traumata bei den Menschen die ich begleite
sabinebobert
2. Jan.6 Min. Lesezeit
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