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Das Böse (Lexikon)

  • 21. März 2018
  • 1 Min. Lesezeit



Jesu Antwort auf die Kreuzigung ist: „Vater vergib Ihnen. Sie wissen nicht, was sie tun.“ (Evangelium nach Lukas Kapitel 23 Vers 34)


Das Böse ist das Unbewusste. Der Kampf des Mystikers richtet sich darauf, das niedere und hohe Unbewusste mit dem eigenen Tagesbewusstsein möglichst konstant zu verbinden.


Die antike Metapher für Bewusstsein ist „Licht“, die für Unbewusstheit „Finsternis“.


Über eine Kultur, die Unbewusstheit erzeugt, heißt es im Evangelium nach Johannes Kapitel 1: „In ihm (Jesus) war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Es ward ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, dass er von dem Licht zeugte, auf dass sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern dass er zeugte von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ (Verse 4 bis 11) C. G. Jung urteilte seinerzeit noch ähnlich über den Menschen: „Nichts ist dem Menschen widerwärtiger, als seiner selbst bewusst zu werden.“


Die Antwort der Mystik auf das Böse ist: Bildungsarbeit. Diese bedeutet im Kern: Menschen auf den Weg der umfassenden Selbstbewusstwerdung und Selbstkultivierung einzuladen. Die Maßstäbe werden dabei von prototypisch bewusst gewordenen Menschen übernommen (Jesus, Buddha). Die Methoden entstammen im Kern den jahrhundertealten Überlieferungen aus dem Mönchtum.

 
 
 

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